Hausschuh-Material

Ein grundlegender Ratgeber, in welchem Material Sie Hausschuhe kaufen können und worauf Sie vor dem Kaufen achten sollten

Welches Material bei Hausschuhen Verwendung findet, ist immer davon abhängig, wo der jeweilige Zweck der Puschen liegt. So gibt es Schuhe, die Ihre Füße in erster Linie warmhalten sollen, solche, die dafür gemacht sind, Ihre Sohlen auch bei längerem Tragen optimal zu stützen oder andere, die sogar als Hausschuhe für Sport oder Arbeit infrage kommen. Je nachdem bestehen sie vorwiegend aus Leder, Kork, Wolle, Filz, synthetischem Material, wie Kunstleder, oder sogar Gummi oder Holz. Für spezielle Anforderungen gibt es antistatische Hausschuhe oder Hausschuhe mit fettbeständigen Sohlen. Alle grundlegenden Infos lesen Sie hier – einen genaueren Vergleich gibt’s in den einzelnen Kategorien dieses Bereichs.

Hausschuh-Material allgemein

Welches Material generell am besten für Puschen geeignet ist, kann natürlich nicht umfassend beantwortet werden. Jeder der verwendeten Stoffe, sei es Leder, Synthetik, Lammfell etc., hat seine speziellen Vorteile und Nachteile. Klar ist ebenfalls, dass in den seltensten Fällen nur ein Material zum Einsatz kommt. Erst der gekonnte Mix bringt Vorteile. Wenn Sie Hausschuhe kaufen möchten, sollten Sie jedoch auf einige allgemeine Gegebenheiten achten, die praktisch für jede Kombination an Materialien gelten.

Besonders wichtig ist, dass die Puschen genau den ihnen zugedachten Zweck erfüllen. In einem überspitzten Vergleich verdeutlicht, bringt es Ihnen zum Beispiel kaum Vorteile, wenn Sie Barfußschuhe kaufen, die einen besonders guten Halt, schnelltrocknendes Material und eine robuste Sohle haben, wenn Sie gemütliche Hausschuhe für entspannte Abende am Kamin suchen.

Egal, wofür Sie Ihre Puschen verwenden möchten, Ihre Füße sollten darin optimalerweise nicht schwitzen. Achten Sie am besten auf atmungsaktive Materialien. Geschlossene Hausschuhe für den Winter oder Hausschuhe für die Arbeit dürfen – wenn möglich – gerne Lüftungslöcher oder ähnliche Funktionen mitbringen, die zu einem ausgewogenen Fußklima beitragen. Wenn Sie die Schuhe direkt auf den Füßen, also ohne Socken etc., tragen, sollten keine hautreizenden Stoffe enthalten sein.

Sehr günstige Hausschuhe aus Leder können zum Beispiel schlimmstenfalls mit Chrom VI belastet sein, das mitunter immer noch zur Gerbung eingesetzt wird. Chrom VI ist hoch toxisch, wirkt erbgutverändernd und als starkes Allergen. Mehr zum Thema gesunde Hausschuhe und/oder Schadstoffen lesen Sie in unserem Hausschuh-Alternativen Blog. Trotzdem müssen es nicht immer die teuren Marken sein. Auch bei günstigen Hausschuhen wird durchaus natürliches und schadstofffreies Material verwendet.

Außerdem sollte die Wahl des Materials der Schuhe selbstverständlich eventuelle Probleme Ihrer Füße oder weiterer Körperteile berücksichtigen. Zum Training einer geschwächten Achillessehne soll beispielsweise eine ganz spezielle Technologie beitragen. Hierbei wird ein weiches Material in das mittlere Fußbett integriert.

Jenes führt laut Hersteller dazu, dass sich der Druck beim Gehen besser verteilt und gleichzeitig mehr Energie aufgewendet werden muss. So wird die Gesundheit verschiedener Bereiche an Beinen und Rumpf gestützt. Einen Test solcher Hausschuhe führen Sie aber am besten nur mit Vorsicht bzw. zunächst nicht zu lange am Stück durch und halten bei der Behandlung konkreter Leiden vorher unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Hausschuhe aus Leder

Wie bei herkömmlichen Schuhen ist Leder auch bei Pantoletten, Clogs, Pantoffeln und Co. überaus beliebt. Hausschuhe aus Leder sehen nicht nur schick aus, sie sind zudem noch höchst bequem. Damen und Herren überzeugt außerdem die Langlebigkeit solcher Puschen.

Um lange Freude an einem Schuh aus Leder zu haben, sind gewisse Pflegemaßnahmen selbstverständlich nicht zu vergessen.  Genauere Ratgeber zur Pflege und weiteren speziellen Eigenschaften finden Sie in der Kategorie „Hausschuhe aus Leder“ und in unserem Hausschuh-Alternativen Blog.

Wenn Sie auf diese achten und Ihre Leder-Puschen gemäß Ihres Einsatzzwecks verwenden, können sie mitunter 10 Jahre und länger halten. Dabei spielt natürlich auch die Tragefrequenz eine große Rolle. Leder ist übrigens nicht gleich Leder. Es gibt zum Beispiel Hausschuhe aus Glattleder, Puschen aus Wildleder, Nubukleder und diverse Features, durch die diese Materialien weitere Vorteile erhalten.

Als Hausschuhe für den Winter sind nach unseren Erfahrungen und Tests beispielsweise Pantoffeln aus Glattleder und Schafsfell eine klare Empfehlung. Diese halten die Füße schön warm und sind dabei trotzdem atmungsaktiv.

Im Sommer können Sie Pantoletten oder Sandalen aus Leder mittlerweile zu fast jeder Gelegenheit tragen – sie sind als Hausschuhe für die Arbeit, zum Ausgehen oder auf Feierlichkeiten längst etabliert. Schicke, modische Leder-Hausschuhe gibt es von günstig bis teuer und in zahlreichen Designs.

Vor allem die Kombination mit einem Fußbett aus Kork genießt beste Bewertungen. Da es sich bei Kork um das wohl beliebteste Material in diesem Bereich handelt, haben wir ihm hier einen extra Bereich gewidmet.

Kork für das Fußbett

Die wohl höchste Bewertung unter den Materialien für Fußbetten hat nach wie vor Kork. Oft wird es mit einer rutschfesten Sohle aus Gummi kombiniert. Deckschichten bzw. obere Sohlen aus Leder bringen zusätzlichen Komfort. Alles in allem sind solche Fußbetten für ein angenehmes Gefühl an den nackten Füßen, eine gute, natürliche Wärmeregulierung im Winter und Sommer sowie eine erstklassige Dämpfung bekannt.

Bei modernen Hauschuhen werden allerdings noch weitere Features integriert, die ein noch angenehmeres Gehgefühl bringen sollen. So haben viele Hersteller – große Marken wie auch kleinere Alternativen – zum Beispiel Tests mit Luftpolstern durchgeführt, wie man sie von herkömmlichen Schuhen für Sport und Arbeit kennt. Diese werden, aufgrund sehr positiver Ergebnisse bei Vergleichen zu herkömmlichen Fußbetten aus Kork, bereits seit einiger Zeit vermehrt bei Hausschuhen eingesetzt.

Wenn Sie also Pantoletten oder Clogs mit Luftpolstersohle kaufen möchten, sollten Sie nicht lange suchen müssen. Wir helfen Ihnen mit unseren Ratgebern natürlich auch in diesem Bereich gerne weiter und zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen. Im Allgemeinen wird ein Fußbett aus Kork durch einen gewissen Anteil Latex oder ähnliche Stoffe „zusammengehalten“. Genauer, sorgen sie für zusätzliche Flexibilität. Außerdem bringen moderne Bindemittel extra Stabilität, was dazu führt, dass eine Korksohle heute sehr viel langlebiger ist als noch vor 20 Jahren.

Dabei wird bei den meisten Herstellern strikt auf den Aspekt Gesundheit geachtet. Denn gesunde Hausschuhe beginnen nicht erst bei den Obermaterialien oder speziellen Features zur Stärkung der Haltung etc. Auch alle anderen Stoffe dürfen natürlich keine Hautreizungen oder ähnliche Probleme auslösen. Nicht in erster Linie abhängig vom Material, aber ebenfalls wichtig, ist die richtige Form.

Daher sind Korkfußbetten meistens anatomisch den menschlichen Füßen nachempfunden bzw. sollen diese stützen. Das ist beispielsweise bei Hausschuhen für die Arbeit, den Modellen, die auch für längere Einsätze im Freien geeignet sind oder für Damen und Herren, die Pantoletten, Clogs und Co. generell viel tragen, höchst relevant.

Bei Hausschuhen für Kleinkinder sollte das Fußbett übrigens eher weniger ausgeprägt sein. Hier zeigten Tests und Vergleiche, dass es besonders wichtig ist, das natürliche Gehen zu fördern und so die Muskulatur und das Gleichgewicht zu schulen.

Atmungsaktive Synthetik

Synthetik hatte bis vor einigen Jahren als Material für Schuhe stets einen etwas faden Beigeschmack, heute haben sich solche Stoffe jedoch etabliert. Moderne, hochwertige synthetische Verbindungen bringen tatsächlich diverse Vorteile. Natürlich gilt auch hier: Bei Hausschuhen aus Synthetik genau auf die Qualität achten!

Lesen Sie sich die Produktbeschreibung im Zweifelsfall besonders genau durch und/oder fragen Sie einfach kurz im jeweiligen Shop nach. Siegel, wie „PFC-frei“ oder auch der Klassiker „Made in Germany“, geben einen guten Hinweis zur Unbedenklichkeit des Materials.

Eine weitere, besonders einfache Herangehensweise ist – folgen Sie Ihrer Nase! Hausschuhe aus Synthetik dürfen keinesfalls stark riechen. Ist das der Fall, können sie mit zum Teil sehr gesundheitsgefährdenden Soffen, wie schädlichen Weichmachern, belastet sein, die mitunter immer noch bei der Produktion von Sohlen und Obermaterialien Verwendung finden. Vermeiden Sie also besser den Griff zu sehr günstigen Hausschuhen aus Synthetik.

Passt alles, bekommen Sie bestenfalls einen Schuh, der sehr lange hält und so gut wie keine Pflege benötigt. Barfußschuhe, die wohl die zurzeit heißeste Hausschuh-Alternative darstellen, sind oft aus solchem Material gefertigt.

Neben der Haltbarkeit und der einfachen Pflege – die meisten dieser Schuhe können beispielsweise schnell in der Waschmaschine gereinigt werden – sind die guten atmungsaktiven Eigenschaften hier als einer der größten Vorteile zu nennen.

Hausschuhe aus derartiger Synthetik bringen also durchaus ein gutes Klima an den Füßen. Weitere Vorzüge und Details lesen Sie in unseren Bereichen „Hausschuhe aus anderem Material“ und „Barfußschuhe„.

Zudem stellen einige Marken diese Schuhe besonders umweltfreundlich aus recyceltem Material her und treten für faire Arbeitsbedingungen sowie eine insgesamt nachhaltige Produktion ein. Nicht zu vergessen: Darüber hinaus sind solche hochwertigen synthetischen Stoffe natürlich bestens geeignet für diejenigen, die vegane Hausschuhe kaufen möchten. Zu unseren Erfahrungen mit diesem Thema kommen wir im folgenden Absatz noch etwas genauer.

Kunstleder – optimal für vegane Hausschuhe und mehr

Kunstleder ist ebenfalls ein synthetisches Material, aus dem bei Hausschuhen vorwiegend Pantoletten, Sandalen und Clogs gefertigt werden. Auch diese Verbindungen sind heute meistens weitaus besser als ihr Ruf und erfreuen sich demzufolge einer stetig steigenden Bewertung unter Puschen-Fans. Die verschiedenen Hersteller – vor allem die großen Marken – tüfteln und testen schon seit geraumer Zeit an ihren ganz eigenen Kunstleder-Arten.

Diese sollen sich beispielsweise sehr natürlich anfühlen, genau wie echtes Leder aussehen, besonders atmungsaktiv sein und/oder selbstverständlich überdurchschnittlich strapazierfähig daherkommen. Und tatsächlich sehen Schuhe aus Kunstleder heute oft genauso aus wie solche aus echtem Leder. Zudem müssen sich Damen und Herren, die entsprechende Hausschuhe kaufen, gemeinhin längst nicht mehr sorgen, dass ihre Füße darin unverhältnismäßig stark schwitzen.

Kunstleder wird bei Puschen ebenfalls oft mit natürlichem Kork als Fußbett kombiniert. Ein qualitativ hochwertiger Kunstleder-Hausschuh kann also durchaus mit einem Leder-Puschen mithalten. In puncto Güte sollten Sie auch hier auf die Zusammensetzung des Materials bzw. eventuell gefährliche Stoffe achten. Wie bei der oben beschriebenen atmungsaktiven Synthetik gilt – wer zu günstig kauft, geht gefährlich.

Trauen Sie nicht nur Prüfsiegeln, sondern ebenso Ihrer Nase! Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die obere Sohle des Fußbetts nach Möglichkeit nicht aus synthetischem Material besteht. Hier ist unsere Empfehlung, eher auf Modelle mit Leder oder natürlichen Textilverbindungen zurückzugreifen, da jene in diesem Bereich praktisch immer eine bessere Wärmeregulierung bieten.

Apropos echtes Leder – nicht wenige Menschen möchten heutzutage vegane Hausschuhe kaufen. Genauere Erfahrungen zu Tests und Bewertung entsprechender Schuhe etc. finden Sie in unserer Kategorie „Vegane Hausschuhe“. Mit modernen Hausschuhen aus Kunstleder ohne Echtleder oder andere tierische Erzeugnisse können Sie dennoch von vielen Vorteilen richtiger Lederschuhe profitieren.

Da Kunstleder – wie es der Name schon andeutet – vollständig aus nicht organischen Stoffen besteht, muss für die Herstellung dieses Materials kein Tier sterben. Außerdem sind Puschen aus Kunstleder ebenfalls als Hausschuhe für Allergiker eine gute Alternative. Lederallergien gibt es häufiger, als man zunächst denkt. Diese werden oft durch Stoffe ausgelöst, die zur Gerbung der Tierhäute zum Einsatz kommen. Bei Kunstleder ist eine entsprechende Reaktion natürlich ausgeschlossen. Übrigens ist auch Gummi ein oft nützliches Material, wenn es um Hausschuhe für Allergiker geht. Dazu weiter unten genauer.

Filz, Fell, Wolle

Neben den zuvor betrachteten „harten“ Materialien, sprich Leder, Synthetik, Kunstleder und Kork, gibt es noch die „weichen“ Stoffe, die vornehmlich bei Hausschuhen für den Winter Verwendung finden. Jene werden gerne mit den erstgenannten vermixt, um die besten Vorzüge für die jeweiligen Anforderungen herauszuholen. Der wohl größte Vorteil von Filz, Fell etc. ist, dass sie Ihre Füße im Winter bzw. an kalten Herbst oder Frühlingstagen kuschelig warm halten.

Dabei besitzen sie durchaus gute wärmeregulierende Eigenschaften. Das heißt, sie sind atmungsaktiv und lassen Ihre Füße selbst bei wärmeren Temperaturen nicht gleich unverhältnismäßig stark schwitzen. Einen Pantoffel oder Hüttenschuh aus Schaffell würde man natürlich eher nicht in Richtung Sommer tragen, aber Clogs aus Filz können auch dann noch sehr komfortabel sein.

Filzhausschuhe haben aufgrund ihrer Materialeigenschaften tatsächlich ein praktisch ebenso breites Einsatzspektrum wie Puschen aus Leder. Das Optimum wird nach unseren Erfahrungen sowie allgemeinen Tests allerdings nur mit Hausschuhen aus reinem Wollfilz erzielt.

Dieser ist nicht nur atmungsaktiv, sondern auch wasserabweisend, schmutzabweisend und hat viele weiter Vorteile, die für die Qualität von Hausschuhe durchaus relevant sein können. So wundert es nicht, dass dieser Materialtyp unter den Filz-Schlappen am weitesten verbreitet ist und unter Männern, Frauen und Kindern eine allgemein sehr gute Bewertung genießt.

Beim Material Filz handelt es sich übrigns um einen sogenannten Walkstoff. Er kann aus Chemiefasern, Pflanzenfasern oder tierischer Wolle hergestellt werden. Genauere Infos zur Produktion und detaillierte Erfahrungen zu den Vorteilen sowie Nachteilen lesen Sie in unserer Rubrik „Hausschuhe aus Filz“.

Hausschuhe aus Pflanzenfilz oder mit Bestandteilen aus pflanzlichem Filz sind uns übrigens bislang nicht untergekommen. Diese wären aber selbstverständlich höchst interessant als alternative vegane Hausschuhe. In der Regel sind Wollfilz-Hausschuhe absolut schadstofffrei und damit unbedenklich. Bei Hausschuhen aus synthetischem Filz kann das jedoch schon anders aussehen.

Achtung: Nicht selten haben Puschen aus Wolle einen geringen Anteil an künstlichem Gewebe, was jedoch immer eindeutig deklariert sein sollte. Achten Sie genau auf die Beschreibung durch den jeweiligen Shop und fragen Sie im Zweifel besser noch einmal nach.

Bei sehr günstigen Hausschuhen aus Filz ist genau wie bei den anderen Puschen-Materialien Vorsicht geboten. Gehen Sie am besten auch hier Ihrer Nase nach. Dünstet das Material stark aus, verbreitet es einen „chemischen“ Geruch – besser die Finger davonlassen!

Apropos Geruch – Schlappen aus natürlichem Filz können durchaus etwas nach dem Tier riechen, aus dessen Fell der Stoff produziert wurde. Das ist ganz normal und sollte Sie nicht beunruhigen. Selbiges gilt für Hausschuhe aus Fell oder Puschen mit einem Anteil an echtem Fell.

Natürliches Schaffell oder Lammfell wird häufig für Hüttenschuhe verwendet, aber auch Pantoffeln, Clogs und sogar Pantoletten können damit ausgestattet sein. Wenn Puschen nicht „komplett“ aus Fell bestehen, wird der Stoff gerne für das Fußbett und/oder das Innenfutter des Obermaterials verwendet.

Kein Wunder, denn echtes Fell schmiegt sich bestens an die Füße an, ist atmungsaktiv und sorgt für eine gute Gewichtsverteilung. Gerade letztere beiden Eigenschaft macht Fell-Schuhe für Menschen mit Problemfüßen zu potenziell gesunden Hausschuhen. Genaueres dazu sowie allgemeine Erfahrungen zu Tests, Vergleichen etc. finden Sie im Bereich „Hausschuhe aus Fell oder Wolle“.

Woll-Hausschuhe, also nicht aus Woolfilz oder Fell, sondern aus den Fasern des letztgenannten, punkten ebenfalls mit einer guten Wärmeregulierung und einem sehr gemütlichen Sitz. Sie sind nach unseren Erfahrungen jedoch häufig nicht besonders breit einsetzbar und eher Hausschuhe im eigentlichen Sinn.

Auch hier gibt es leider einige Hersteller, die die Bezeichnungen „Wollhausschuhe“, „Hausschuhe aus Wolle“ oder ähnliche verwenden, ihre Schuhe aber nicht zu 100% aus Schafwolle oder Lammwolle fertigen. Werfen Sie  vor dem Kaufen also immer einen genauen Blick auf das „Kleingedruckte“. Nur mit Hausschuhen, die 100% aus Wolle bestehen, erhalten Sie alle Vorteile dieses Materials.

Gummi

Die Sohlen von Pantoletten, Clogs, Pantoffeln und Co. sind meistens aus Gummi. Für diesen Zweck ist das Material optimal, denn es ist bestenfalls leicht, sehr robust, bietet gute Dämpfungseigenschaften, lässt keine Feuchtigkeit durch und bringt einen ausgezeichneten Grip. Für bewusste Damen und Herren gibt es zahlreiche Varianten aus Naturkautschuk. Diese sind auch als Hausschuhe für Kinder höchst beliebt.

Dieser wird ganz ohne den Einsatz von Erdöl erzeugt. Zu den Vor- und Nachteielen von Hausschuhen aus Naturkautschuk halten wir in unserer Kategorie „Hausschuhe aus anderem Material“ noch genauere Infos und Erfahrungen zu Tests für Sie bereit.

Neben dem Einsatzgebiet Sohle ist Gummi allerdings auch als Obermaterial oder im Bereich der Deckschicht des Fußbetts zu finden. Solche Schuhe, die dann mitunter komplett aus Gummi bestehen, haben nicht selten einen ganz bestimmten Einsatzzweck, der diesen speziellen Aufbau voraussetzt.

So gibt es zum Beispiel Clogs, die für das Tragen in Metzgereien, Großküchen oder anderen lebensmittelverarbeitenden Bereichen gemacht sind. Die dort verwendeten Gummilegierungen zeigen sich extrem widerstandsfähig – auch gegen Säuren, Laugen und/oder ähnliche Einflüsse – bieten Schmutz, Bakterien oder Keimen wenig Möglichkeit, sich festzusetzen und können leicht gereinigt bzw. desinfiziert werden.

Auch für Männer oder Frauen, die Hausschuhe für die Arbeit im Krankenhaus oder entsprechenden Einrichtungen kaufen möchten, sind solche Eigenschaften natürlich relevant. Des Weiteren können derartige Schuhe aus Gummi antistatisch sein.

Das heißt, sie unterbinden elektrische Ladungen, die durch Reibung mit anderen Gegenständen entstehen, und sich beim Entladen vielleicht schädlich auf sensible Steuerungs- und Messinstrumente auswirken.

Letztere sind auf Intensivstationen oder im OP bekanntlich zu Hauf zu findet.

Und dann sind da natürlich noch diejenigen, die zu Beginn dieses Absatzes genannten Vorteile von Gummi als Material für Hausschuhe privat nutzen möchten. Es eignet sich beispielsweise ebenfalls bestens für Einsätze im Garten oder bei Hausarbeiten, bei denen vielleicht Wasser im Spiel ist.

Wer einen gewissen modischen Anspruch hat, kann unter den Gummi-Hausschuhen auf verschiedenste Farben, Farbdesigns und unterschiedliche Formen bzw. Ausführungen zurückgreifen. Am bekanntesten sind hier die klassischen Gummi-Clogs, aber zum Beispiel auch Pantoletten oder andere.

Aber Vorsicht: Leider gibt es hier nach wie vor einige schwarze Schafe, die bedenkliche Stoffe einsetzen, um das Gummi für ihre Schuhe besonders bequem zu machen. Lassen Sie also leiber die Finger von Hausschuhen aus Gunmmi, die allzu günstig sind und/oder stark riechen. Am besten greifen sie zu Markenwaare oder Alternativen mit durchweg guten Tests.

Holz

Holz wurde vor Jahren recht häufig als Material für Hausschuhe verwendet. Zwar waren solche Puschen in unseren Breitengraden eher nicht komplett aus diesem natürlichen und grundsätzlich hautfreundlichen Stoff gefertigt, bei Sohlen und/oder Fußbetten bzw. Einlagen gab es allerdings zahlreiche Anhänger.

Nach einem längeren Winterschlaf, in dem nur eingefleischte Fans zu Holz gegriffen haben, sind Hausschuhe aus Holz oder mit Holzanteil heute wieder überaus gefragt. Gerade jüngere Hausschuhträger streben nach Individualität und ein Kleidungsstück aus Holz hat hier natürlich eine besonders starke Wirkung.

Diese Schuhe haben bei jüngeren und auch älteren Frauen und Männern nicht zuletzt mittlerweile wieder ordentlichen Zuspruch, da sie durchaus sehr modisch daherkommen können. Außerdem gilt das Material in bestimmten Anwendungsbereichen als gesundheitsfördernd, was Hausschuhe aus Holz zu potenziell gesunden Hausschuhen macht.

Tragen Sie beispielsweise regelmäßig Pantoletten mit einer steifen, entsprechend geformten Sohle aus Holz, trainieren Sie automatisch Ihre Füße und Beine. Die positiven Auswirkungen sollen bis hinauf in den Rücken spürbar sein. Das alles hängt mit der sogenannten Zehengreiffunktion zusammen, zu der wir in unserer Rubrik „Gesunde Hausschuhe“ noch genauere Erfahrungen zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus ist Holz, wie oben bereits angedeutet, in unbehandeltem oder hautschonend bearbeitetem Zustand sehr angenehm an den Füßen. Es glänzt durch eine natürliche Wärmeregulierung im Sommer sowie im Winter – und ist darüber hinaus sehr robust. Mit etwas Pflege können solche Schuhe außerdem  sehr lange halten.

Wer denkt – „Hausschuhe aus Holz, die sind doch schwer.“ – dem kann gesagt werden, dass bei hochwertigen Varianten eben keine schweren Hölzer, sondern zum Beispiel leichtes Pappelholz Verwendung findet.

Neben der Jugend bzw. trendbewussten Hauscshuh-Fans sowie Männern und Frauen, die auf die Gesundheit ihrer Füße oder der ihrer Kinder achten, sind Hausschuhe mit Holz auch bei naturverbundenen Menschen absolut im angesagt. Veganer greifen bei diesem Material besonders gerne zu, aber selbstverständlich nur in Kombination mit Kunstleder oder Textilien.

Viele weitere Details zu Tests und worauf Sie bei den unterschiedlichen Hausschuh-Materialien achten sollten, lesen Sie in den einzelnen Kategorien dieser Rubrik! Schauen Sie für entsprechende Infos gerne auch in unserem Hausschuh-Alternativen Blog herein und sehen sich ebenfalls die zahlreichen, für Sie zusammengestellten Hausschuh-Angebote an.